Sonntag, 20. Juni 2010

"Rechter Winkel, so spitz wie möglich"

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Ich saß an diesem Wochenende zusammengerechet 360 Minuten im Auto. Interessiert euch sicherlich nicht besonders, deshalb Bilder von den restlichen Stunden, die ich nicht hinter dem Steuer vebracht habe.

FREITAG
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Top: COS; Rock & Tasche: h&m; Schuhe: Zara; Uhr: Casio
Großer Familiemgeburtstag zum 75ten. Ich habe versucht, mich halbwegs reizend anzuziehen und den zuckersüßen Blick trainiert. Ich bin mir nicht sicher, ob mir beides gelungen ist. Was tragt ihr denn zu solchen Anlässen? Ich war ein bisschen überfordert mit der Kleiderwahl, also ist es dieses (etwas unkonservative) Outfit geworden.

SAMSTAG
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Den ganzen Samstag habe ich im Risiko verbracht: Verkausoffen bis 24 Uhr. Danach noch kurz in den Keller Klub. okay, ganz so kurz war es auch nicht: Wie man sieht, war es bei Ankunft zuhause schon wieder taghell. Morgens um halb 7 standen wir noch in der Kuche und haben den Kochlöffel geschwungen, um dann im Bett mit Raumschiff Enterprise auf Kabel 1 zu dinnieren. Fabelhaft! Der Postitel war dabei fast das unterhaltsamste Zitat. Ich steh auf Mr. Zulu.

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Wildlederkleid & Gürtel: Jimmy Choo for h&m; Tasche: Zara; Schuhe. Deichmann

SONNTAG
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18 Uhr: Immernoch im Schlafanzug. Die Bilder sagen alles. Ich kann dem nichts hinzufügen - außer: einen schönen und ganz gemütlichen Sonntag euch!
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Augenringe: Selfmade

Mittwoch, 16. Juni 2010

Beam me up, Scotty

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Ich bin nicht sonderlich begabt, aber Literaturwissenschaft hat mich heute einfach überhaupt nicht interessiert.

Dienstag, 15. Juni 2010

I serve the fairy queen

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Over hill, over pale
Through flood, through fire
I do wander every where
Swifter than the moon's sphere

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And I serve the fairy queen
to dew her orbs upon the green.

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The cowlips tall her pensioners be
In their gold coasts spots you see
Those be rubies, fairy favours
In those freckles live their savours

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I must go and seek some dewdrops here
And hang a pearl in every cowlip's ear

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Farewell, thou lob of spirits
I'll be gone.

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Shakespeare: A Midsummer Night's Dream

Sonntag, 13. Juni 2010

Feinstaubalarm

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Shirt: h&m; Rock: Kling; Pumps: Acne; Tasche: Goldpfeil/Vintage; Kette: Risiko; Armband & Ring: h&m

Stuttgart mit Jasmin. Schön und warm war's. Und jetzt weiß ich auch endlich, wer oder was "Fashion whisper" ist. Danke!

Montag, 7. Juni 2010

VOGUE: I've been to Wühli

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Nach einer langen Dursstrecke an vollgestopften Tagen zwischen Uni und Arbeit wurde mein erster freier Wochentag seit langen in einen Wühli-Besuch investiert. Der Second-Hand-Laden in Schorndorf ist schon seit Jahren für mich DIE Fundgrube voller außergewöhnlichster und schrägster Klamotten. Übrigens nicht nur das: Möbel, Geschirr, Platten, Schuhe, Schmuck, Brillen - alles mögliche ist dort zu finden. Sogar eine Beinprothese kam mir mal unter.

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Die liebste Ilinca begleitete mich, und half mir sehr bei der Auswahl. Ich hatte zum Schluß einen rießengroßen Berg vor mir liegen und musste mich schweren Herzens gegen einige Teile entscheiden.

Was letzedlich übrig blieb, will ich euch unbedingt zeigen. Also, aufgepasst!
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Lange habe ich nach einer schönen, hellen Tasche gesucht. Endlich gefunden: In Dreiecksform mit abnehmbaren Trägern aus Leder.

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Cremefarbener, langer und leichter Sommermantel mit goldenen Knöpfen. Total oversize, aber da ich die Schulterpolster rausgemacht habe, sehe ich darin nichtmehr aus wie ein Schrank mit Kopf.


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Weiß-Gold-Blau-gemustertes Herrenhemd aus Seide. Erinnerte mich an das traditionelle Muster der Hermes-Tücher. Musste einfach mit.

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Mein Lieblingsstück: Reiterhose aus Cord, from "the most useful store in Africa, Johannesburg", wie mir das Etikett verriet. Hat sicherlich einige Jahre bis Jahrzente auf dem Buckel. Diese Hose kann Geschichten erzählen! Da kommen sicher bald noch einige dazu: Ohne die gehe ich nicht zur Fashionweek. Ich verzeihe ihr sogar, dass sie einen ganz komischen Po macht.

Donnerstag, 3. Juni 2010

VOGUE & KUNST: Götterbote

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Edward Burne-Jones: Persus and the sea nymphs (Detail), 1877

Stilikonen fallen vom Himmel. Oder steigen zumindest vom Olymp hinab. Das dachte sich schon die berühmte Madame Récamier zu Anfang des 19. Jarhunderts, die etwas stilvollere Paris Hilton des französischen Klassizismus. Die hübsche und ungemein eitle Dame der gehobenen Pariser Burgeoisie, verheiratet mit einem wesentliche älteren und einflussreichen Bänker, unterhielt ihren berühmten Salon, in dem sich alles traf was Rang und Namen hatte - um sich dabei ordentlich über Napoleon auszulassen. Von David ließ sie sich malen, fand sich allerdings in dem Bild nicht wieder. Eine deutlich offenherzigere Darstellung ihrer selbst von Gérard traf ihren Geschmack da schon mehr.

Mit der Kleiderwahl war sie allerdings zufrieden: Auf beiden Bilder trägt sie die damals hochmoderene
Mode à-la-grecque: barfuss, ein wallendes Empire-Kleid mit hochgeschnittener Taille, das Haar hochgesteckt, an den Schläfen in Locken gelegt und mit einem Band zusammen gebunden. Vorbild für diesen Trend war die Kleidung in der Antike mit ihren großen Stars: Die Götter der griechischen Mythologie.


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Peter Paul Rubens: Versammlung der olympischen Götter, um 1602

Bei Asos sah ich kürzlich etwas, das mich ganz unwillkürlich an die Mode à-la-grecque und die griechische Mythologie erinnerte: Wer in Zukunft Götterboten-haft durch die Straßen schweben will, für den gibt es hier die richtigen Schuhe. Madame Récamier wäre entzückt gewesen.

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Genau, Hermes hieß der Gute, der mit geflügelten Schuhen durch die Weltgeschichte flog und ganz offensichtlich jetzt Designer zu einem Abklatsch dieser über 2000 Jahre alten Vision inspirierte. Dabei ist diese Idee des englischen Versandhauses nicht neu: Vivienne Westwood ließ schon 2006 ihre Models 'hermetisch' (wenn auch etwas hier etwas anders gedeutet) über den Laufsteg schweben.
Miu Miu präsentiert in der aktuellen Kollektion ähnlich flugtaugliche Plateaus, wie ich in einem Pariser Schaufenster sehen konnte - Allerdings tragen hier kleine Schwalben gen Himmel.

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Mir persönlich gefällt die letzte göttliche Variante am besten. Allerdings würde ich sie nicht, wie Hermes, so leicht hergeben. Der verschenkte nämlich seine geflügelten Schuhe an Perseus, damit dieser die schönen Adromeda vor dem recht unsymphatischen Meeresungeheuer Ketos retten konnte, um dann schließlich auch noch Medusa den Kopf abzuschlagen.

Alles, was recht ist, aber dafür wären mir diesen hübschen Exemplaren nun wirklich zu schade. Aber, Hermes, es sei dir verziehen: Du hattest auch sicher nicht die Miu-Miu-Version für 350 Euro.


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Anton Raphael Mengs: Perseus und Andromeda, 1775 // Benvenuto Cellini: Persus, 1545