Da meine Semesterferien noch für einen kleinen Roadtrip genutzt werden mussten, ging es Freitag nach Köln zur Art Cologne, die mein schlechtes Gewissen ganz gut beruhigte, da ich eigentlich noch zwei Hausarbeiten zu erledigen hatte. Es ist nämlich auch viel sinnvoller, die ganzen Kunstwerke Live und in Farbe unter die Lupe zu nehmen, anstatt in Bibliotheken nach dem passenden Buch darüber zu suchen. Oder so ähnlich.
Und was da so im Angebot war und den zahlungskräftigen Besuchern - oder zumindest denen, die danach aussahen - angepriesen wurde, war wirklich ein Besuch wert. Richter, Polke, Nay, Kiefer, Klauke - also mit den großen Namen wurde da wirklich nicht gegeizt, mit Internationalen übrigens auch nicht. Unter den "Neuentdeckungen" gab es nur wenig, dass mir wirklich gut gefiel und letztendlich nur Eines, das ich mir sofort mit nach Hause genommen hätte, wäre da das nötige Kleingeld zur Hand gewesen. Interessant war es allemal, was als Aushängeschilder der einzelnen Galerien als wertvoll erachtet nach Köln gekarrt wurde.
Und weil das zwar schön, aber auch ein bisschen überladen mit neumodischen Mist war, und mir überhaupt nicht (Achtung, Ironie!) der Kopf von moderner Kunst schwirrte, schaute ich mir gleich noch die Sammlung Ludwig im gleichnamigen Museum an, das wirklich ein bisschen großartig ist und für zeitgenössische Kunst eine der besten Adressen. Mir sind fast die Augen aus dem Kopf gefallen, als ich sah, was da alles so an den Wänden hängt.
Eine echte Koriphäe traf ich allerdings im Secondhand-Laden Subcouture in der Hahnenstraße. Dieses Gesamtkunstwerk namens Klaus hat mir nicht nur seine Lebensgeschichte bei Prosecco aus der Flasche erzählt, sondern um einige Euro ärmer, aber dafür um eine Lederjacke und ein entzückendes Paar Schuhe reicher gemacht. Das Versprechen, wieder zukommen, hat er mir auch gleich abgeknöpft - was ich aber sicherlich tun werde, weil er und Johanna zwei ganz bezaubernde Alleinunterhalter sind.
Und bevor ich euch jetzt in die Bilderflut schicke: Der Dom ist wirklich beeindruckend, Kölsch wirklich was feines, die Kölner unglaublich nett, das Essen (im "Ludwig im Museum" zum Beispiel) unglaublich gut, der Himmel blauer und die Stadtluft viel besser als hier.






















Weil in letzer Zeit meine Tage viel zu sehr vom Arbeiten - für die Uni oder im Laden - bestimmt war, flüchteten wir für zwei Tage in die Berge in das wunderschöne Vals. Und weil dieses Dörfchen nicht nur für seine unglaubliche Landschaft, sondern auch für die berühmte Therme von dem großen Zumthor bekannt ist, verbrachten wir auch gleich die Nacht in dem dazugehörigen Hotel, dass der gleiche Herr ganz zauberhaft und ausgesucht eingerichtet hat. Und dabei hat er sogar daran gedacht, dass es doch ganz schön wäre, beim Aufwachen auf die Berge zu blicken, beim Baden den Mond anzuschauen und das es doch ganz nett wäre, eine Therme aus dunklem Schiefer aus der Landschaft ragen zu lassen. Hat er sich gut überlegt, aber noch schöner waren die Berge, auf denen wir herumgewandert sind; oder die Täler, in die wir heruntergeklettert sind, um mal die Temperatur des Wassers zu testen. Auf der Heimreise war ich mir ziemlich sicher, dass ich jetzt ein Aussteigerleben in den Alpen führen will.















Inzwischen gibt es kaum eine Branche, in der der "grüne Gedanke" noch nicht vertreten ist. Nachhaltigkeit und Fair Trade wurde in den letzten Jahren als Vermarktungsstrategie für (oder mit) gutem Gewissen entdeckt. Auch in der Mode ist schon seit längerem der ökologische Aspekt vertreten. Wer aber hierbei an unförmige Kleider aus Hanf denkt, liegt eindeutig falsch. Das hat auch der Green Showroom bewiesen, der im Rahmen der Fashionweek im Adlon Berlin Mode vostellte, welche auf "social responsible" Weise und mit rein natürlichen Materialien hergestellt wurde. Jeder der 15 Designer, der hierbei seine Kollekgtion vorstellte, hat sich der nachhaltigen Mode verpflichtet. Und die setzt nicht auf
ausgefallene Schnitte und ausgefallene Kombinationen, sondern auf Qualität und Tragbarkeit. Daher gab es wenig Aha-Effekte, eher gedeckte Farben, aber dafür sehr schöne, fließende Kleider und luxuriöse Stoffe.





