Sonntag, 18. Juli 2010

I love your friends, they're all so arty

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arty arty ging es auf dem Weekday-Store-Opening zu: unglaublich "abgefahrene" Tänzer im Feder-Lendenschurz, DJs in wehenden Umhängen und chinesich angehauchten Hutkreationen und schließlich ein Sänger mit weißer Perrücke, schwarzem Tütü, aufgemalten Tränen und - Wahnsin! - einem schwarzen UND einem weißen Schuh. Crazy Shit.
Als wir auf dem Happening an der Friedrichsstraße ankamen, sind wir zunächst einmal vorbei gelaufen, weil wir nicht damit gerechnet hätten, dass sich 200 Leute davor versammeln würden. Wir hielten diese Menschenansammlung für irgendetwas anderes, aber sicher keine Store-Eröffnung. Als es uns dann dämmerte, erlitt ich gleich an diesem ersten Tag in Berlin, keine 2 Stunden nach unsere Ankuft einen Kulturschock. Fashionable People wohin das Auge reichte, non-german-speaking-Empfangsdamen (how international!), besagte "künstlerische" Tanzeinlagen und crazy Lightshow. Ein bisschen zu aufgeregt alles, und nach 6 Stunden autofahrt wurde mir von dem minimal aufgesetz artifiziellen Programm eigentlich nur schlecht. Die Kollektionen im Weekday-Store gingen so sehr an uns vorbei, allerdings konnten wir uns auch zwei Tage später nicht wirklich für die Teile erwärmen.

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via tea&twigs

Überraschenderweise fiel die Aftershow-Party im Rodeo allerdings ziemlich gut aus. Versteckt, in einem Hinterhofgebäude, aber dafür sehr kuschelig mit kleinen Zimmern, roten Polstersesseln und schweren Holzmöbeln garniert, war die Location ganz nach meinem Geschmack - und die 8 (!) Getränkemärkchen noch mehr. Auch wenn ich schon mit 3 "Weekday Sepzial" ganz gut bedient war.

Diesen geben ich die Schuld, das wir am nächsten Morgen nicht nur zwei Shows, sondern auch die Blogger-Jahresversammlung halb verschlafen haben. Als wir dann auch noch auf Irrwegen über die Premium hetzen mussten, war alles bereits gelaufen, als wir da waren. Für ein bisschen meet-and-greet hat es aber trotzdem noch gerreicht. Sehr gefreut habe ich mich über meine Schwaben-Kollegin Mia und die entzückende Berliner Bloggerin Talisa. Ich denke, sie ist aus Zucker. Seht selbst:
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via fashionaire

Mir dagegen sieht man leider die Nacht ein bisschen an. In Kombination mit dem schwarz-roten Lippenstift kommen die Augenringe besonders gut zur Geltung. Hm. ist ja auch irgendwie arty. Möglicherweise.

Freitag, 16. Juli 2010

OUVERTURE

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Das Klo im Adlon war so schick, da musste ich gleich ein Foto machen.
Berlin war sehr schön und vorallem: sehr sehr heiß. Seit Montag früh bin ich zurück und dürfte mich gleich von Uni und Arbeit unter Beschuss nehmen lassen. Aber: mein Bericht folgt noch! Seit heute ist mein 6. Semester (bis auf 3 Hausarbeiten und 2 Essays) gelaufen und deswegen ist etwas mehr Zeit für Schlafen und Bloggen übrig, als etwa in Berlin. Da war es zu heiß zum Schlafen und ich zu müde zum Bloggen. Das ändert sich aber jetzt.
Stay tuned!


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Neuester Trend: kaputte und geschundene Beine. Für den real-wasted-Look.

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Tag 2. Kein schicker Shuttle-Bus, daür aber mit der U2 zum Bebelsplatz. auch okay.

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Picknick um 2 Uhr nachts. Wer konnte auch wissen, dass wir über eine halbe Stunde Fußweg zur Manhatten-Tush-Aftershow-Party vor uns hatten?!

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Hipster-Spatz in Friedrichshain. Der hat es bestimmt schon in die Vice geschafft.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Zum Beispiel letztes Jahr im Sommer

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... wurde dieses Foto aufgeommen. Irgendwann zwischen 8 und 9 uhr morgens, nach dem gefühlten 10. Wodka Bull auf der Fashion-week-closing-Party im Picknick Berlin.
Mal sehen, ob ich es schaffe, dieses Jahr ähnlich kaputt auszusehen.

In ein paar Stunden geht es für mich zur
Modewoche in Berlin. Leider ist noch nichts annähernd gepackt und vorbereitet, denn der kleine Ausflug steht nicht gerade unter den besten Vorzeichen. In meinen letzten Seminar habe ich heute hochdramatisch und eine Minute vor Schluss das Bewusstsein verloren und bin erst 15 Minuten später wieder aufgewacht. Danach lag ich bis eben komatös im Bett. Falls Jemand Tipps für einen schwachen Kreislauf und niedrigen Blutdruck hat, bitte her damit!

Ich wünsch mir so ein Erlebnis nie wieder und euch ein schönes Wochenende, in einer Woche berichte ich euch vom Erlebten in der Hauptstadt. Mal sehen, ob ich wieder so ein schönes Fahrrad ergattern kann (es war lila und pink!).

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Montag, 5. Juli 2010

Landpartie

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Wild horses, coudn't drag me away.
Am Sonntag Ausflug aufs Land. Mit Apfelkuchen und Kessler Jägergrün.
Ich wollte nie wieder zurück in die Stadt.

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Kleid: Kling

Sonntag, 4. Juli 2010

Und du stehst da und weinst um dein Konfetti von einst

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Am Wochenende wurde ich gleich doppelt von der Vergangenheit eingeholt. Freitag und Samstag war ich auf Abibällen und wurde jäh an meinen eigenen vor 4 Jahren erinnert.
Sehr seltsam war es, dennstrahlenden Abiturienten zu zusehen, die nun große Pläne für die Zukunft schmieden.
Allen, die gerade ganz frisch ihren Abschluss in der Tasche haben: Alles Gute - und vor allem: viel Glück bei den Bewerbungen für den Studienplatz. Und falls euch die Traum-Uni nicht nimmt: halb so wild. Mir hat es auch nicht geschadet
.
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Kleid: COS; Schuhe & Tasche: Zara; Headpiece über Risiko Tübingen; Boys: Fast-Abiturient und Abiturient.


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Kleid: COS; Schuhe & Tasche: Zara; Haarreif: Sonya Rykiel for H&M

Den sahara-ähnlichen Samstag - der erste freie seit Monaten- habe ich in Stuttgart verbracht, und beim Spiel bin ich eingeschlafen. Aber erst nach dem zweiten Tor. Ich finde, dann kann man das entschuldigen.
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Hemd: Cheap Monday, Shorts: sehr alte, abgeschnittene Leggings; Schuhe: Deichmann; Tasche: Vinatge; Neue Lieblingskette H&M

Donnerstag, 1. Juli 2010

I am an animal in your care

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Es gab bis jetzt nur zwei Bands für die ich an dem Tag der Veröffentlichung eines neuen Albums frühmorgens aufgestanden bin und mich auf dem Weg zum nächsten Musikgeschäft meines Vertrauens gemacht habe, da ich es kaum erwarten konnte, mich für mindestens eine Stunde in mein Zimmer einzusperren und das neue Werk von vorne bis hinten durch zu hören. Und nochmal. Und nochmal.
Das waren bis jetzt Interpol und - natürlich - Radiohead.
Morgen kommt eine weitere hinzu.
Wolf Parade.

Als ich das erste Mal auf diese Band aus Montreal stieß, fand ich sie schrecklich. Gefunden hatte ich sie auf einem Myspace-Profil eines alten Freundes, der mir schon - da wären sie wieder - Interpol und Radiohead nahe gelegt hatte. Ich hörte damals I'll believe in anything, oder zumindest tat ich das die ersten 30 Sekunden. Zu laut, zu ungewohnt, zu breit angelegt, und diese Stimme: Spencer Krug heulte in sein Mikrophon während Arlen Thompson dazu auf sein Schlagzeug einschlug (an welchem er schon übrigens für Arcade Fire saß). Nicht mein Fall.

Allerdings hatte es Spencer Krug wohl auf mich abgesehen. Das Album Shut Up I am Dreaming seines Nebenprojekt Sunset Rubdown flatterte kurze Zeit später per Amazon in meine damalige Wohnung in Gießen. Zusamme mit einem Linguistik-Buch, dass ich mir für die Uni bestellen musste. Ich hatte die Platte dort entdeckt und, naja, das Cover gefiel mir. Und der Titel. Also klickte ich auf 'bestellen'.
Ich hatte keine Ahnung, dass es sich hierbei um den Sänger von Wolf Parade handelte.
Das Lingustik-Buch habe ich bis heute ni
cht aufgeschlagen, dafür das Album tausendmal gehört. Der Song Shut Up I Am Dreaming Of Places Where Lovers Have Wings hatte mich schnell fest im Griff, und so auch die Repeat-Taste. Faszinierend waren der ungewöhnliche Aufbau des Songs: Kein Refrain, aber dafür eine Geschichte. Ein bisschen wie ein Hörspiel. Und kryptische Texte fand ich schon immer toll. Und so auch langsam Spencer Krug.
He wants to send you drawnings, drawnings of men with faithfull hands. They'll make so good boyfriends.
He wants to tell you stories, stories of boys who stump their feet, saying: Shut shut up, I am dreaming of places where Lovers have wings.
also gut, Spencer, dann leg mal los.

Um mich war es geschehen mit dem Song Fine Young Cannibals von Wolf Parade. Mit größter Wahrscheinlichkeit das schönste, bezaubernste, unkitschigste und klügste Liebeslied auf der Welt. Ich habe diesen Song 3 Tage gehört, wo ich konnte, und sonst nichts. Ich liebe ihn immernoch. Denn das ist das unglaubliche an Wolf Parade: Es ist unmöglich, ein Lied tot zu hören. Es wird nur besser - wenn man sich nicht abschrecken lässt. Die besten Alben sind doch immer die, an denen man arbeiten muss. Die man so lange hört, bis man sich darauf einlassen kann. Inzwischen finde ich jeden Song grandios. Sogar I'll believe in anything. Sehr sogar.
Wer braucht denn schon Liebe auf den ersten Blick? Wolf Parade sicher nicht. Expo 86 erscheint morgen, und wird mich hoffentlich ratlos zurücklassen. Ich hoffe auf ein sperriges, unbequemes Album, mit vielen Ecken und Kanten. Alles andere wäre ja auch irgendwie zu einfach.
Diese Band lässt nicht jeden an sich heran: Man muss schon etwas dafür tun.





Sonntag, 27. Juni 2010

Industrial Love


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Tausend Blitze
Treffen wie Schauer in mein Herz
Wenn ich gen Himmel blicke
Sehe ich das Ende der Welt.

Maximilian Gernandt


Samstag Abend: hypochondrische Anfälle und Lebensplanung bei Wodka-Pfirsich, Wodka-Rivella oder Wahlweise Pernod, danach Paul Celan zitierend (und Maxis dichterisches Talent bewundernd) durch die Straßen Stuttgarts, ein halbherziger Besuch im Keller Klub, ein stark verspätetes Frühstück (Rhabarber- und Kirschkuchen!) im Schlosspark und schließlich ein Spaziergang durch die leergefegten Straßen, während Deutschland die Engländer zum Teufel jagte. Kein einziges Mal zuhause, keine Zeit zum Umziehen. Aber dieses Outfit hat mich gut durch die letzten 20 Stunden gebracht. Und dafür hat es einen Post verdient.

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Leggings: Vila; Shirt: h&m for men; Blazer: Daniel Hechter; Schuhe: Vagabond